30. April 2012, 9:49 (Allgemein)

Über Deutschland türmen sich immer schwärzere Schuldenwolken auf. Wenn sie sich entladen, kann es zu einer Katastrophe mit ungeahnten Auswirkungen kommen.
- Die Europäische Zentralbank (EZB) hält mit Krediten von mehr als 1.000 Milliarden Euro Banken am Leben, vor allem südeuropäische, die von Geschäftsbanken kaum noch Kredite bekommen. Zu diesem Zweck wird die Gelddruckmaschine angeworfen. „Höhere Inflationsraten sind ein Bestandteil der Lösung für die Staatsschuldenkrise,” erklärt der Chefvolkswirt von Morgan Stanley (SZ 15.03.2012).
- Der Niedergang Südeuropas führt zu einer dramatischen Kapitalflucht vor allem nach Deutschland und Luxemburg. Damit südeuropäische Banken nicht aus Kapitalmangel zusammenbrechen, haben Notenbanken sie mit weiteren 800 M rd. Euro versorgt, darunter allein die Bundesbank mit 547 Mrd. Euro.
- Die kreditfinanzierten „Rettungsschirme” von EU und IWF bewegen sich ebenfalls auf 1.000 Mrd. Euro zu. Mit ihnen wird ein Kreditrahmen für Länder Europas bereitgestellt, die dem Bankrott nahe sind. Die EZB hat ferner für 220 Mrd. Euro Staatsanleihen von Südeuropa und Irland gekauft.
Als Sicherheiten für ihre Kredite an Banken akzeptiert die EZB wertlose Staats- bzw. staatlich garantierte Bankanleihen. Auch wenn immer wieder „rote Linien” verkündet werden, die nicht überschritten werden dürften: weitere „Rettungs”-Milliarden sind unausweichlich. Denn die Grundursache des Problems wirkt weiter und liegt jenseits des Einflussbereichs von EZB und Regierungen.
Rettungsschirme: Nach uns die Sintflut? Nein danke! herunterladen
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24. November 2011, 17:07 (Allgemein)
Keinen Euro, keinen Cent
für Banken und Establishment!
Für die Explosion der Staatsschulden der EU-Länder und damit auch Griechenlands ist die Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008 verantwortlich. Nicht der gierige Grieche oder das dolce vita der Italiener! Alle paar Jahre kracht die kapitalistische Wirtschaft zusammen. Sie produziert aufgrund ihrer inneren Logik erheblich mehr Waren als gekauft und erheblich mehr Kapital als rentabel angelegt werden kann. Krisen brechen unabhängig vom Willen von Bankern, Spekulanten oder Politikern aus. Jede Krise erzeugt tiefe Haushaltslöcher. Und die wurden mit Unmengen Staatskrediten „bekämpft“. … mehr
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2. November 2011, 11:20 (Allgemein)
Anwesend waren u.a. VertreterInnen vom Aktionsbündnis Sozialproteste (ABSP), Klartext e.V., Rhein-Main-Bündnis und Tacheles sowie Einzelpersonen aus dem Sozialforum Dortmund
Tagesordnung
1) Euro-, Staats - und Bankenkrise: EU am Abgrund?
2) Vorstellung verschiedener Forderungen und Diskussion über eigene Forderungen (forderungen_und_positionen_zur_staatsschuldenkrise)
Zur Einschätzung der gegenwärtigen Lage hielt Tobias Weißert einen Beitrag. (buendnis31januar_referat22112011)
Herausgearbeitet wurde, dass die Staatsschuldenkrise Griechenlands nur einen kleinen Teil der Probleme der EU betrifft. Brandherde sind alle Länder Südeuropas, aber auch die Osteuropas, sowie Irland, Island und Belgien. Auch Frankreich, Großbritannien und Deutschland stöhnen unter Staatsschulden, die niemals zurückgezahlt werden können. …weiterlesen »
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23. März 2011, 0:19 (Allgemein)
Kurzprotokoll
Tagesordnung
1) Einschätzung der aktuellen ökonomischen und politischen Lage und Diskussion
2) Fortführung der Kampagne 500/10
3) Verschiedenes
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30. Januar 2011, 18:37 (Allgemein)
2010 stieg das BIP um 3,6 %, dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Brüderle redet von einem „Aufschwung wie im Bilderbuch“. Das Bilderbuch dieses sogenannten Marktradikalen kennt anscheindend nur einen restlos mit Staatsschulden finanzierten Ausweg aus einer Krise. Mehr dazu weiter unten. Die Börsenzeitung erklärt, damit habe
„sich Deutschland 2010 aus der tiefsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg herauskatapultiert“ (13.01.2011). Tatsächlich ist jedoch nicht einmal der Einbruch des BIP von 4,7% im Jahr 2009 aufgeholt. Die Krise wäre erst
dann überwunden, wenn der Einbruch aufgeholt, wenn also der Vorkrisenstand erreicht wäre. …
… weiterlesen: buendnis31januar_29012011_rainer_statement
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7. Januar 2011, 0:45 (Allgemein)
Tagesordnung
1) Einschätzung der aktuellen ökonomischen und politischen Lage
2) Rente mit 60
3) Sparpaket der Bundesregierung und Entwicklungen bei Hartz IV
4) Herbstaktionen
5) Weitere Aktivitäten des Bündnisses
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28. September 2010, 11:53 (Allgemein)
I)
In unserem Flugblatt vom November 2009 heißt es unter der Überschrift „Sie kriegen den Karren nicht flott … : Die Krise ist tiefer als alle vorherigen der Nachkriegszeit und wird deshalb länger dauern”. Brüderle dagegen redet von einem Wirtschafts-Sommermärchen. Was stimmt nun?
Die Wirtschafts- und Finanzkrise begann in Deutschland im September 2008. Ab da brach nicht nur die Industrieproduktion ein, auch die HRE stand vor der Insolvenz, als Spitze des Eisbergs der Finanzkrise.
In den ersten sieben Monaten 2010 lag die Industrieproduktion um 11,1 % über dem Vorjahreszeitraum 2009. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2009 hatte sie noch rund 21 % unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gelegen.
Das Kapital und seine Sprachrohre verbreiten deswegen, dass die Krise überwunden sei. Schäuble u.a. loben das Wachstum des BIP von 2,2 % im 2. Quartal 2010 gegenüber dem 1. Quartal als das höchste Quartalswachstum seit der Wiedervereinigung. Die FTD spricht von einem „Rekordwachstum” (25.08.2010). Die FAZ nennt Deutschland ein „Wirtschaftswunderland” (14.08.2010). Krise vorbei? …weiterlesen »
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1. September 2010, 20:52 (Flugblätter)
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Die Pläne zur Senkung der Einkommensteuer sind vorerst vom Tisch. Die FDP hat den Schwanz eingezogen. Sie versprach Steuersenkungen für alle, wollte aber in Wirklichkeit ihr Klientel (vor allem gut verdienende Selbstständige) satt bedienen. Geringverdiener mit 10.000 € im Jahr sollten nach Angaben der FDP mit 116 € im Jahr entlastet werden, Gutverdiener mit 100.000 € im Jahr jedoch mit 24.376 €. Das ist 69 mal soviel! Die FDP hat sich der griffigen Parole „Mehr Netto vom Brutto” bedient, von der sich auch viele Werktätige angesprochen fühlen. Denn tatsächlich entwickelt sich das Einkommen der Beschäftigten immer mickriger. Schuld daran sind jedoch nicht in erster Linie die Steuerabzüge, sondern der andauernde Lohndruck der Unternehmer. Sie zwingen die Menschen, zu immer niedrigeren Löhnen zu arbeiten.
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1. September 2010, 20:40 (Allgemein)
Kritik des zentralen Aufrufs zu den Demonstrationen vom 12. Juni 2010 in Berlin und Stuttgart (“Wir zahlen nicht für Eure Krise”)
pdf: Kritik_Aufruf_zentral_12-06-2010_Bündnis-31-1_3
Wir halten die Inhalte zentraler Aufrufe für wichtig. Uns geht es nicht darum, in Krümeln herumzusuchen, sondern Klarheit über die Ursachen der Krise und die notwendigen Forderungen und Konsequenzen zu schaffen. Da wir den Aufruf nicht für bedeutungslos halten, konnten wir ihn angesichts der im Folgenden geschilderten Mängel auch nicht unterschreiben. Auseinandersetzung tut not, nicht das Vertuschen von Widersprüchen. In diesem Sinne hoffen wir auf Reaktionen.
Zunächst zu den Forderungen: …weiterlesen »
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30. Juni 2010, 21:46 (Allgemein)
Tagesordnung
1) Berichte von Demonstrationen am 12. Juni
2) Kritik am Berliner Aufruf zur Demonstration am 12. Juni
3) Neues zu den Steuerforderungen
4) Bankenabgabe - Ja/Nein?
5) Weitere Aktivitäten
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